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„EI gspuit“ auf Oktoberfest in Barcelona

In Barcelona gibt es seit ein paar Jahren die Tradition, Ende September ein Fest mit Bier, Bratwurst und Blasmusik zu feiern, ganz nach dem berühmten Vorbild aus München. Hierzu wurde heuer die Blaskapelle „EI gspuit“ der Musikschule Eichstätt e. V. extra aus Bayern eingeflogen.

Photo: Franz Pfuhler

Mit Tuba, Hörnern, Trompeten, Klarinetten, Flöten und allerlei bayerischen Noten im Gepäck machte sich die Blaskapelle unter der Leitung von Sebastian Golder auf nach Barcelona. Denn auch dort wird Oktoberfest gefeiert, und die EI-gspuiten, sorgten für die originale traditionelle Blasmusik.

Am Freitag, gleich nach Ankunft am Flughafen, absolvierte eine kleine Abordnung der Kapelle, sozusagen als Warm-up ihren ersten Auftritt beim Oktoberfest in Valldoreix, einer zur Provinz Barcelona gehörenden Stadt. Am nächsten Tag stand dann für alle am Vormittag ein Workshop mit der Bigband der dortigen Musikschule auf dem Programm. Die bayerische Gruppe und das katalanische Ensemble tauschten sich hier in der Interpretation von Popmedleys und ursprünglicher Blasmusik aus und studierten gemeinsam zwei Stücke ein. Diese wurden dann auch gleich beim Oktoberfest der Stadt Valldoreix erfolgreich auf die Bühne gebracht. Im Anschluss an den gemeinsamen Auftritt begeisterte die Blaskapelle die Besucher mit ihrer bayerischen Tracht und Musik, wobei auch böhmische Stücke nicht fehlen durften. Der „böhmische Traum“ und die „Fuchsgraben-Polka“ gehören ebenso zum Repertoire wie die „alte Kath“ und der „Trompetenschottisch“, die die Musiker auch gesanglich zu jedermanns Freude immer wieder gerne zu Gehör bringen. Mit viel Leidenschaft tanzten die Oktoberfestbesucher bei den bayerischen Volkstänzen mit, zu denen zwei Musiker als Vortänzer einluden. Musik verbindet und überwindet Sprachbarrieren. Dies konnte man an diesem Nachmittag immer wieder feststellen. Die Bürgermeisterin von Valldoreix brachte dies auch in ihrer Ansprache zum Ausdruck. Sie überreichte dem Dirigenten der Blaskapelle Sebastian Golder eine Erinnerungsmedaille und eine Zeichnung eines Wahrzeichens der Stadt, verbunden mit dem Dank an alle Musiker für die Bereicherung des örtlichen Oktoberfestes.

Der Sonntag brachte die Kapelle zu einem weiteren Höhepunkt ihres Aufenthaltes in Barcelona. Die deutschsprachige evangelische Gemeinde lud zum Gottesdienst mit Erntedank und Tauffeier, den die Musiker feierlich umrahmten. Sie zeigten ihr vielfältiges Können neben der Begleitung von Gottesdienstliedern u.a. mit dem „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke, dem „Jubilate“ von Alfred Bösendorfer und dem Präludium aus dem „Te deum“ von Marc Antoine Charpentier.

Beim anschließenden Gemeindefest in bayerischem Weiß-Blau machten die EI-gspuiten ihrem Namen alle Ehre und begeisterten nicht nur die deutschen Barcelonesen, sondern auch zufällige Passanten mit ihren bayrisch-böhmischen Melodien. Viele Besucher ließen es sich nicht nehmen, zur schmissigen Musik freudig das Tanzbein bei den Volkstänzen zu schwingen. So war es nicht verwunderlich, dass die Blaskapelle erst am frühen Abend und nach einigen Zugaben in den verdienten Feierabend entlassen wurde – mit der ausdrücklichen Aufforderung, auch im nächsten Jahr das Oktoberfest in Barcelona musikalisch zu einem bayerischen Fest aufblühen zu lassen
Gertrud Iberl

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