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Am Sportplatz 4, 85072 Eichstätt+49 8421/89631musikschule-ei@altmuehlnet.de

Ansprechender Klassikabend

„Klassik & mehr“ im Spiegelsaal der Residenz

Ouvertüren haben in der Regel die Aufgabe musikalische Werke einzuleiten, vorzustellen oder zu eröffnen. Im offiziellen Programm für das Eichstätter Altstadtfest war der Klassikabend der Eichstätter Musikschule gewissermaßen als solcher Auftakt für das Festwochenende angekündigt. Was die Talente der Musikschule, meist in Verbindung mit ihren Lehrern oder professionellen Begleitern, im Spiegelsaal der Residenz ablieferten, verdient mehr als Hochachtung und Bewunderung, bewegten sich doch alle Beiträge auf einem sehr hohen Niveau. So hatte das Altstadtfest wirklich einen glamourösen Auftakt, zudem dieser von einheimischen Künstlern gestaltet wurde.  Unter dem Motto „Klassik & mehr“ waren sorgsam ausgewählte 12 Beiträge zu hören, darunter in erster Linie solistische Beiträge mit Klavier-Begleitung.

Mit Festfanfaren-Musik des Trompetentrios mit Clemens Heiß, Johannes Guist und Maximus Mack wurde der Abend eröffnet, zu dem sich, und das darf man durchaus als schade bezeichnen, nur sehr wenige Besucher eingefunden hatten. Nach den Begrüßungsworten von Musikschulleitern Christine Fath-Pscherer, die einem Bach-Zitat eine Mahler-Belegstelle,  was denn nun Musik sei, gegenüberstellte, ging es Schlag auf Schlag mit den hochkarätigen Darbietungen.

Dass Sissi Wein nicht nur „Erotik pur“ kann, bewies sie sängerisch in dem delikaten, wie lieblichen „Flower-Duett“ an der Seite von Deborah Harrison, begleitet am Klavier von Paul Beck.

Mit dem virtuosen Trompetenkonzert in Es-Dur von Johann Nepomuk Hummel präsentierte sich Clemens Heiß an der Seite von Bastian Fuchs. Bei dem Stück handelt es sich neben dem Haydnkonzert um das einzige bedeutendeTrompetenkonzert aus der Klassik. Nachdem die Trompete ihre Glanzzeit in der Epoche des Barocks schon hinter sich hatte, verschwand sie in der Klassik als Soloinstrument völlig und fristete ein Dasein als reines Orchesterinstrument. Mit der Erfindung der Klappentrompete war es möglich auch in tieferer Lage kleine Intervalle bis hin zu chromatischen Läufen zu spielen. Etwas, was mit der bis dahin verwendeten Naturtrompete schlichtweg unmöglich war. Clemens Heiß schöpfte beim Hummel- Konzert die Möglichkeiten der Klappentrompete voll aus, getragen von der exzellenten Begleitung von  Bastian Fuchs- Assistent des Domkapellmeisters-, der technisch versiert, das Konzert bravourös meisterte.

Zwischendrin waren immer wieder leisere Töne zu hören: Mira Sendtner am Klavier mit dem „Kobold“ aus den Lyrischen Stücken von Edvard Grieg, Moses Decker auf der Gitarre mit einem Bolero von Bartolme Cerda oder Anke Wagner zusammen mit Rita Pesold im Duett  mit einem Allegro von Johann Burckhardi und „Cubafluta“ des zeitgenössischen Komponisten Karel von Steenhoven auf ihren Altblockflöten waren stilvolle wie passende musikalische Antagonisten.

Dazwischen immer wieder kräftige, packende Trompetensolos: Johannes Guist begeisterte mit einem Stück aus der Romantik des Komponisten Guillaume Balay – Andante et Allegro –  an der Seite von Rudolf Pscherer.

Aus der Feder von Allen Vizzutti, dem weltweit gefeierten Trompetenvirtuosen aus Amerika, spielte Maximus Mack „The enchanted trumpet“, wieder feinfühlig begleitet von Rudolf Pscherer. Das mit einem Dämpfer gespielte Stück ging auf Grund seiner warmen Klänge, aber auch wegen seiner eigentümlichen harmonischen Wendungen zu Herzen.

Apropos warme Klänge: Diese zauberten auch die Flöten in den barocken Spiegelsaal: Sisi Wein war nochmals als Blockflötensolistin zu hören mit Telemann-Stücken. Julia Dier beeindruckte auf der Querflöte mit der „Fantaisie Brillante sur ´Faust´“ von Wilhelm Popp. Großen Applaus gab es auch für Benjamin Eugster, der mit seiner Gesangsdozentin Deborah Harrison „My Confession“ von Richard Page meisterte. 

Am Ende beschloss Leonhard Ritthaler mit dem Allegro aus dem Hornkonzert in Es-Dur von Richard Strauss den Abend, an dem von herausragenden Talenten der Eichstätter Musikschule tolle Musik geboten wurde. – Edgar Mayer

Die Solistinnen und Solisten der Musikschle gestalteten ein ansprechendes Konzert – Foto: Edgar Mayer

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